Künstliche Intelligenz auf dem Prüfstand der Betriebsräte

Dortmund, 22.06.2022 Das Zukunftszentrum KI NRW erweitert sein Angebot um einen KI-Check für Betriebsräte. Der KI-Check gibt ihnen die konkrete Möglichkeit, sich einen Überblick über den Status der Einführung einer KI-Anwendung zu verschaffen, Fragen und Herausforderungen bereits im Vorfeld zu erkennen und so optimal für eine mögliche Regelung in Form einer Betriebsvereinbarung vorbereitet zu sein.

Im Wesentlichen drehen sich die Fragestellungen um vier Bereiche in der Betriebsratsarbeit

  • Mitbestimmung
    Welche Informationen sollten dem Betriebsratsgremium zu welchem Zeitpunkt zugänglich gemacht werden? Welche Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats sind, aufgrund des Betriebsverfassungsgesetz, anzuwenden?
  • Datenschutz
    Welcher Personenkreis wird bei der Einführung eingebunden? Muss bei der Einführung der Datenschutzbeauftragte eingebunden werden? Werden die Artikel aus der DSGVO eingehalten?
  • Ethik
    Wie transparent ist der Entscheidungsweg der Algorithmen? Bestehen Möglichkeiten der Diskriminierung von Beschäftigten oder Kunden?
  • Gesundheit
    Welche gesundheitlichen Belastungen der Beschäftigten entstehen durch den Einsatz von automatisierten Entscheidungssystemen? Welche Maßnahmen können diese verringern?

Der KI- Check wurde als einsteigerfreundliches und kurzes Format entwickelt. Zu den jeweiligen Fragestellungen sind interaktive Infoboxen in dem Dokument dargestellt, die bei Bedarf zusätzliche Informationen zu der Fragestellung liefern können.


Zum Ablauf

Ausgangspunkt kann eine geplante Einführung eines neuen Programms oder einer neuen Programmfunktion sein. Das Team vom Zukunftszentrum KI NRW geht mit ihnen gemeinsam den KI- Check durch und erarbeitet die Fragestellungen mit dem relevanten Personenkreis. Ausgehend von den Antworten werden Maßnahmen und Strategien erarbeitet, um diese als Empfehlung zur Abstimmung an das Betriebsratsgremium weiterzugeben.

Bei Interesse freuen wir uns über Ihre E-Mail an tim.schmidt@tbs-nrw.de.


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Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Zukunftszentren (KI)“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) gefördert.