
KI lernen heißt auch: voneinander lernen
Künstliche Intelligenz bietet Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten – doch zwischen einer guten Idee und einer funktionierenden Anwendung im Arbeitsalltag liegen oft einige Schritte. Wo anfangen? Welche Anwendung passt zum eigenen Unternehmen? Was braucht es technisch und organisatorisch? Und welche Herausforderungen zeigen sich erst in der Umsetzung?
Auf viele dieser Fragen gibt es keine allgemeingültige Antwort. Umso wertvoller ist der Blick auf Unternehmen, die bereits Erfahrungen gesammelt haben. Gute Praxisbeispiele machen abstrakte Möglichkeiten greifbar. Sie zeigen, wie andere Unternehmen KI konkret einsetzen, welche Überlegungen hinter einer Lösung stehen und was sich im Arbeitsalltag tatsächlich bewährt. Dabei sind nicht nur Erfolgsgeschichten interessant. Auch Erfahrungen mit Hürden, Umwegen oder verworfenen Ansätzen können wichtige Hinweise für andere liefern.
Voneinander zu lernen, bedeutet dabei nicht, Lösungen eins zu eins zu übernehmen. Vielmehr geht es darum, Erfahrungen als Ausgangspunkt für eigene Überlegungen zu nutzen: Welche Idee könnte auch für das eigene Unternehmen relevant sein? Wo liegen Unterschiede – und welche Erkenntnisse lassen sich trotzdem übertragen?
Unternehmen, die bereits erste KI-Anwendungen erproben, können ihre Erfahrungen weitergeben und gleichzeitig von den Fragen und Perspektiven anderer profitieren. So wird aus individuellem Erfahrungswissen ein gemeinsamer Lernprozess. KI-Kompetenz entsteht deshalb nicht nur durch Wissen über Technologien, sondern auch durch Erfahrungen mit ihrer Anwendung. Der Austausch zwischen Unternehmen kann helfen, Chancen realistischer einzuschätzen, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und eigene nächste Schritte zu entwickeln.
Vor diesem Hintergrund wurde der „KI-Tag in der Märkischen Region“ entwickelt. Eine Veranstaltung, die das Zukunftszentrum KI NRW gemeinsam mit regionalen Partnern wie der agentur mark und der SIHK sowohl im vergangenen Jahr erstmalig in Hagen gestaltet und durchgeführt hat und nun in 2026 mit weiteren Partnern wie der HAGEN.WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG sowie DO IT Südwestfalen wiederholt.
Hier kommen regionale Unternehmen zusammen, tauschen sich aus und entwickeln neue Ideen. Denn manchmal braucht es für den nächsten Schritt weniger eine weitere theoretische Erklärung – und vielmehr ein gutes Beispiel, eine ehrliche Erfahrung und das Gespräch mit anderen, die bereits losgegangen sind.
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