KI funktioniert nur mit MI

Kein sinnvoller Einsatz Künstlicher Intelligenz ohne Menschliche Intelligenz: das Zukunftszentrum KI NRW auf der RZZ Roadshow in Dortmund.

Auf Einladung des Instituts für Betriebliche Bildung (IFBB) diskutierten am 29.September 2022 ExpertInnen und PraktikerInnen aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Betrieben im DFB Fußballmuseum in Dortmund und online über Kompetenzentwicklung im Betrieb. Im Vordergrund standen hierbei Einsatzmöglichkeiten von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) und die damit verbundenen Anforderungen an zeitgemäßes Personalmanagement sowie Aus- und Weiterbildungsangebote.

Für das Zukunftszentrum KI NRW führte Dr. Bianca Zickerick als Co-Moderatorin durch das Programm des Tages und stellte die Beratungsangebote des Zukunftszentrums vor.

Führungskräfte in der Verantwortung
Nick Woischneck, Dr. Sylke Lützenkirchen und Dr. Bianca Zickerick (v. l. n. r.) brachten wichtige Impulse ein

Den thematischen Auftakt des Tages machten Dr. Götz Richter von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und Prof. Dr. Lars Windelband vom Karlsruher Institut für Technologie. Beide unterstrichen die zunehmende Relevanz von Digitalisierung und die Notwendigkeit zielgerichteter Qualifizierung. Dr. Richter hob hierbei auch die Rolle von Führungskräften hervor. Nur, wenn diese die Relevanz von Qualifizierung verstehen und diese wertschätzen, kann sie in den Betrieben gelebt werden. Bei dem Ausbau der Künstlichen Intelligenz, dürfen die Investitionen in Menschliche Intelligenz nicht auf der Strecke bleiben. Prof. Dr. Windelband unterstrich dies und verwies auf das stetig steigende Anforderungsprofil von Fachkräften. Immer mehr Prozesse werden digitalisiert und Produktion und Software verschmelzen zunehmend.

Zeitgemäße Weiterbildungsangebote

Die Keynote Vorträge wurden durch Beiträge von Prof. Dr. Christian Stamov Roßnagel von der Jacobs University Bremen und Jan Foelsing vom Jan Foelsing Elevation Labs abgerundet. Beide stellten zeitgemäße Weiterbildungsangebote mit Verknüpfungen verschiedener Lern- und Selbstlernformate, wie Blended Learning und e-Learning vor.

Nach einer Mittagspause, die ausführlich zum Austausch zwischen den Teilnehmenden genutzt wurde, ging es virtuell und vor Ort in zwei Denkwerkstätten weiter. In diesen diskutierten die Teilnehmenden über die praktischen Folgen des Gehörten vom Vormittag und die Relevanz eines Kompetenzmanagements in Betrieben. Die BeraterInnen Dr. Sylke Lützenkirchen und Nick Woischneck des Zukunftszentrum KI NRW brachten sich in die Diskussionen ein und unterstrichen den proaktiven und sozialpartnerschaftlichen Ansatz des Zukunftszentrum KI NRW.

Das Zukunftszentrum unterstützt KMUs

Mit seinen niederschwelligen und kostenlosen Beratungs – und Qualifizierungsangeboten, ist das Zukunftszentrum KI NRW Ansprechpartner insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen und unterstützt diese unter Einbezug aller betrieblichen Akteure auf dem Weg in die neue digitale Zukunft. Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten für ortsungebunden Austausch und Zusammenarbeit – erlebbar machte dies auch der Abschluss des Tages: Ein musikalischer Gruß, live zugeschaltet aus Yogyakarta in Indonesien.


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Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Zukunftszentren (KI)“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) gefördert.