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EU Data Act – Auswirkungen auf KMUs in Deutschland

Ab dem 12. September dieses Jahres gilt er. Der EU Data Act zielt darauf ab, den Zugang zu und die Nutzung von Daten europaweit fairer, sicherer und transparenter zu machen. Für deutsche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hat das vor allem drei Kernwirkungen. 

  • Zukünftige Datenzugänge und Nutzungsrechte

KMUs gewinnen ein stärkeres Zugriffsrecht auf von Geschäftspartner:innen erzeugte oder verwaltete Daten. Das erleichtert Analysen, Benchmarking und Innovation, gerade für produzierende Unternehmen, Handelsbetriebe oder Dienstleistende mit IoT-Anwendungen. Gleichzeitig entstehen mehr Möglichkeiten, Daten an Drittanbieter:innen zu lizenzieren oder gemeinsam value-creating Services zu entwickeln. 

  • Verpflichtungen zu fairen Datenpraktiken

Der Act schafft Transparenz, wer wie Daten nutzen darf und zu welchem Zweck. Für KMUs bedeutet das weniger rechtliche Unsicherheit bei Datenflüssen zu und von Partner:innen. Gleichzeitig müssen Prozesse zur Einwilligung, Datenzugang und Zweckbindung dokumentiert werden – mit Fokus auf Datenschutz und ethische Datennutzung. Unternehmen sollten klare Data-Governance-Strukturen etablieren, um Compliance sicherzustellen.

  • Auswirkungen auf Verträge, Kosten und ROI

Durch standardisierte Datenzugänge könnten Transaktionskosten sinken. Allerdings kann der Aufwand für Vertragsverhandlungen, Datenschutzaudits und Technologiestandards steigen. KMUs sollten prüfen, welche Daten sie teilen, wie sie davon profitieren und welche Sicherheitsmaßnahmen nötig sind, um Risiken zu minimieren. 


Handlungsempfehlungen für KMUs 

  • Dateninventar erstellen: Welche Daten erzeugen Sie? Wer nutzt sie wofür? 
  • Governance definieren: Zuständigkeiten, Zugriffsrechte, Compliance-Prozesse. 
  • Sensorik & Interoperabilität prüfen: Offenheit von Schnittstellen, Standardformate, etc.
  • Verträge checken: Klare Datenlizenzmodelle, Nutzungsrechte, Haftung und Sicherheitsanforderungen. 
  • Partner:innennetzwerk aufbauen: Nur mit verlässlichen Dienstleistenden zusammenarbeiten, die Data-Trust fördern. 

Fazit: Der EU Data Act bietet KMUs Chancen für besseren Datenkonsum, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit – aber erfordert proaktives Data-Management und klare Compliance-Strategien. Wer früh handelt, nutzt den Rahmen flexibel und baut Wettbewerbsvorteile nachhaltig auf. 


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Das Projekt Zukunftszentrum KI NRW wird im Rahmen des Programms Zukunftszentren durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW sowie durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.